Donnerstag, 29. September 2016

Es folgt das Gedicht DEUTSCHE LIEBE (feat. Angelina Heger):


Heidepark, Rocco Stark / Gebleichte Jeans, weiße Zähne / Schokozimmerbrunnenfontäne / Tarnmuster, Freiheitsstatue / Beim „GV“ Xavier Naidoo.

Bingespending

Miteinander Zeit verbingen.

Donnerstag, 22. September 2016

Mein Lieblingsknopf in der gesamten Wohnung ist der an der Spülmaschine, auf dem INTENSIV CARE 70° steht. Da wird das Geschirr gut versorgt!

Mittwoch, 21. September 2016

Vaporware: Shadowgate Rising

Heute schrieb ich dem Menschen, der die Entwicklung des Nachfolger meines Lieblingsspiels Shadowgate 64: Trials of the Four Towers, Shadowgate Rising, betreuen sollte eine E-Mail. Er antwortete fast unmittelbar danach (!) und meinte, er habe leider die Entwicklungszwischenstände nicht mehr in ROM-Form (das wäre auch beinahe unglaublich gewesen), aber machte für mich ein Bild von den Designunterlagen. E-Mails sind toll!

Shadowgate Rising wurde leider nie fertiggestellt.

Jubiläum: 2000 Tage Vinzenz Raindeer

Ende März 2011 notierte ich in einer deprimierenden Vorlesung zum Thema internationale Medienmärkte:

Mache verzweifelt Pläne für ein Musik-Umbranding. Comeback als 
Vorname Nachname-Songwriter-Dickhead.

Fast genau 2000 Tage später: Habe meine Pläne umgesetzt und unter dem damals gewählten Namen 5 Alben aufgenommen 🔥💪😍




Freitag, 16. September 2016

Anscheinend sind die Akte X-Figuren sin jeder Folge in einem anderen Motel (oder manchmal auch Hotel) und ich LIEBE „Absteigen“ einfach! Vielleicht sollte ich mal eine Hotelchronik erstellen. Kurzer Themenwechsel:



Wie sieht deine Freizeiteignung aus? Und ist ein hoher Kuschelfaktor erstrebenswert?

Donnerstag, 15. September 2016

Wenn die Qualität der Nachtruhe schwankt, sollte man das Mainboard überprüfen auf defekte Schlafspulen, Schlafwandler und Schlafikkarten.

Mittwoch, 14. September 2016

DER TOD LEBT.

Die Verkomplizierung des Namens „Detlef“ zu „Dethleffs“ (der Wohnmobilfirma) lässt eine Geheimbotschaft vermuten: Death lives.

Keine Sterne / Lichtverschmuddelung

Ich schlief auf dem Balkon, mit Europaletten als Lattenrost, deren Grundfläche genau der meiner Matratze entsprach.


Dort träumte ich von einem drei Meter großen Polizisten, der in meine Wohnung kam und die Produktschlüssel meiner alten PC-Spielen durchstrich.

Ich fragte: „Warum machen Sie das?“ – „Der Firma Interplay sind die Keys ausgegangen.“ – „Diese Spiele sind alt! Älter als 1999.“ – „Gesetz ist Gesetz.“

Freitag, 9. September 2016

Quarzsand, Kalk, Zement und Wasser

Meine Handtasche ist von Louis Ytong. Durch den besonders leichten Materialmix (Quarzsand, Kalk, Zement und Wasser) wiegt sie nur 15,6 kg.

Das Haus, das meine Eltern am Stadtrand von Dresden (in Bannewitz) bauten, bestand aus Ytong-Steinen. Um uns herum ließen sich auch andere Familien nieder, es war ein Projekt, bei dem Amateure unter Anleitung Häuser errichten sollten.
Eine Siedlung entstand.
Die Kinder der Siedlung sollten sich kennenlernen und wurden in ein Haus geschickt, in die Herberge Bahra. Dort gab es unter anderem die Möglichkeit, aus Ytong-Steinen KUNST zu schaffen. Ihn zu behauen und zu zersägen. Das Material, aus dem die Eltern gerade Häuser schufen, wurde hier vernichtet.
Mit den Kindern aus der Siedlung wurde ich leider nie warm, ich war eine Duckmaus, machte wirklich grauenhafte Witze und war einfach durch und durch falsch. Ein richtig schlechter Mensch.

Schlafchronik

16. Juni 2012 
Im Nachtbus nach England dösen, während 2 Fast 2 Furious läuft.

10. August 2012
Habe schon auf auf dem Boden ausgebreiteten Liegestuhlmatten besser geschlafen als auf der IKEA-Brutalität SOLSTA (69,99€).

5. Juli 2013
Unruhige Nacht. Geträumt, ich sei das Wunschkind von Gabi Delgado und Fabio Frittelli.

11. September 2013
Der Moment, in dem dir einfällt, wie wenig du letzte Nacht geschlafen hast und deine mittelprächtige Laune ausschließlich deine Schuld ist.

17. Dezember 2013
Kann erst schlafen, wenn ich nachgeschaut hab, ob Detlef D! Soost nicht heimlich unter meinem Bett ein Tanzstudio eröffnet hat.

4. Mai 2014
Schlaf als seufzend hinzunehmende Pflicht.

18. September 2014
Hatte die letzten Stunden ein mobiles Schlaflabor umgeschnallt und gleich wird wieder jemand sagen, dass ich jede Nacht beinah draufgehe.

10. Oktober 2014

Wollte zu einer Ambient-Playlist (ein)schlafen. Während ich schlummerte, kam mir die Musik sehr abwechslungsreich vor.

3. Dezember 2014

Nachts reguliert man mit Thermostaten die Intensität von Träumen. Daher das Warnsymbol (Kopfexplosion!) ab der 3.

19. Februar 2015
Bin schon 10192 mal aufgewacht. 10192 Chancen auf erholsamen Schlaf. Alle vertan. Vielleicht war der Erfinder des Bettes doch ein Betrüger.

8. Mai 2015
Donald Duck hat mich belogen, in einer Hängematte kann man niemals ordentlich schlafen, man hängt da drin wie eine matschige Menschbanane.

23. Dezember 2015
SAS statt Sass.
Angst vorm Schlafen.
Der Arzt, den ich aufsuchte, konnte mir nicht helfen.

11. April 2016
Manchmal schrecke ich aus dem Schlaf hoch, weil mir wieder einfällt, wie ich einmal beinahe an einer gefrorenen Riesenerdbeere erstickte.

14. April 2016
Ich kann sehr schnell einschlafen, dafür ist die eigentliche Nachtruhe dann aber von minderer Qualität: Fast Food/Snooze-Schlaf.

17. April 2015
Schlaf ist seltsam. Als würde man bewusstlos bei Nacht einen Elektriker die Leitungen im Kopf überprüfen lassen und ihn nicht mal bezahlen.



Der Erfinder des Bettes mit einem Protoypen. Das Rad am Fußende sollte den Menschen langsam in den Schlaf ziehen.
September 2016
Meine Schlaflabortermine vor ein paar Wochen habe ich verschlafen? Jedenfalls! Montag und Dienstag ist es WIRKLICH soweit.
Beim Schlafen beobachtet und vermessen zu werden, jede Regung und Ruffelei – ein narzisstisches Träumchen. Will die Diagramme danach rahmen.

Montagnacht



Wenigstens bin ich müde. (Ich habe noch nie in einem Krankenhaus übernachten müssen.)


Dienstagmorgen

Der Druck, zu Demozwecken so schlecht wie sonst auch zu schlafen so groß, dass ich gefühlt fast gar nicht schlief.
Aber das Krankenhausfrühstück ist sehr glamourös, wie Essen in einem ausrangierten Flugzeug, das sicher auf einem Feld steht.
Auf dem Weg nach draußen kann ich kurz in den Kontrollraum reingucken. Zwölf  Bildschirme, auf jedem eine Liveübertragung aus einem Zimmer. Schwarzweiß. Meist ältere Menschen. Lebenszeichen.
In der U-Bahn ist ein Herr, in dessen Kopfhörerohrteilen war auf beiden Seiten außen eine blaue LED, die langsam pulsierte. Starrte gebannt.
Ich fürchte, ein großer Nachteil besseren Schlafs/größerer Wachheit könnte sein, dass mir bis dahin ausreichend schnelle Rechner plötzlich ARG langsam vorkommen.

Dienstagnacht
Die Person, die mich verkabelt, riecht ein bisschen nach Kneipe. Sie erzählt, sie käme gerade aus dem Urlaub zurück. Seit sieben Jahre mache sie das hier, drei Tage die Woche.
Ich kriege erstmals eine CPAP-Maske aufs Gesicht.
Mein Vater erzählte schreckliche Dinge davon, wie er darunter Panik bekam.
Ich spüre nur Ruhe.
Es ist wie an dem einen Kindergeburtstag im Schwimmbad, wo ich mit Tauchergerät schwimmen durfte. Man muss sich nur daran gewöhnen, wie die Geräte atmen, wie sie einem Luft zufecheln.
Der Geruch unter der Maske ist synthetisch, als würde man von einem Sagrotan-Mitarbeiter mit einem Chloroformtuch betäubt werden, aber er meint es eben gut. Ich kann mit synthetischen Gerüchen durchaus was anfangen. Eigentlich mag ich die Beatmung. Wie eine Direktverbindung zu einem Zimmerfenster. Per Schlauch. Und die Welt draußen ist schon etwas tot halt.

Nachbesprechung
- Kriege ich jetzt so eine Atemmaske?
- Ja, das macht aber ein externer Dienstleister.
- Ich fühle mich behütet.
- Ihr Hemd ist falschrum.

Hirmware

Kriege eine neue Firmware fürs Gehirn (Hirmware?). Endlich treten mir bei endlich wieder neue Fehler, also Texte, auf.

Drei Vorfälle:

1
Schaue zum ersten Mal in meinem Leben Akte X und ich LIEBE den 35-mm-Filmkorn-Look alter TV-Serien. Scully klingt im Originalton wie Rory Gilmore, also naseweis und angenehm nervig. Die oft gelobte Synchronstimme erscheint mir zu abgeklärt.

2
Höre JJ72, eine so grässliche wie perfekte Band: Sie trafen sich an einem katholischen Internat, er singt Bibeltexte mit Brian Molko-Stimme.

3
Vor einer Tür im zauberhaften Ottensen liegt ein Stephen King-Buch („In einer kleinen Stadt“), das verheißt das doch Gutes, oder?

Akte X, Stephen King, JJ72. Ich hätte nicht erwartet, dass das Firmware-Update meines Gehirns ein Mystik-Rollback beinhaltet. Selbst meine Fotos sind wieder vermehrt kryptisch. Kaum Selbstbilder. Dafür außerirdische Geruchsüberdeckungstechnologie!


Es könnte eine lockere Lötstelle sein. Das Diagnoseprogramm gibt grünes Licht. Aber was heißt das schon! Ich meine GRÜNES LICHT! Gruselig.
Ich bin in dieser Woche anfällig für Mystik und Verfolgungsangst, das Jobcenter verschärft seine Maßnahmen und ich erwarte jederzeit einen Anruf, der mir Kürzungen verkündet, obwohl ich weiß, dass das so einfach auch wieder nicht geht.

Donnerstag, 1. September 2016

Dann erschien mir Softeisengel Gabriel und fragte, ob ich heiße Himbeeren über mein Leben haben will. (Leider waren die Knusperwaffeln aus.)
Habe ein Pastellgemälde auf Leinwand am Papiercontainer gefunden,
Der Künstlername und das Jahr (1988) stehen auf der Rückseite.
Dann Internetsuche. Eine Telefonnummer.
Ich rufe an. Eine Frau geht ran. Ob ich ihren Mann sprechen könne. Nein. Er sei leider tot. Ich maile ihr das Bild. Sie sagt, es sei nicht von ihm.
Er wäre bekannt gewesen, das wäre ein Ding, wenn Bilder von ihm an einem Container auftauchten, meint sie

(Warum ich das Bild nicht online stelle? Ich weiß nicht. Vielleicht, weil es dann bewertet wird?)
 
 
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