Sonntag, 31. Januar 2016

Schulfreunde luden mich ein
Aber ich war ein Verräter
Ich kam nur wegen ihrer Eltern
Beobachtete sie immer
Ich mochte halt Mütter und Väter

Party!


Samstag, 30. Januar 2016

Ah. Samstag. Dann wird es wohl langsam Zeit, mich fürs Bistro fein zu machen.

Donnerstag, 28. Januar 2016

Melt? 2016

„Bist du wirklich sicher, dass es 2016 noch ausreicht, einfach nur alle Sounds runterzupitchen?“ – „MUTTER! Ich bin ein erfolgreicher Techno-DJ!“

Samstag, 23. Januar 2016

Grufti-Kinoknüller „Fack ju Göhtes Erben“.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Wollte ein L'Oréal-Haarwachs kaufen. Die Kassiererin fand es nicht im „System“. Und schenkte mir das Wachs.
Das war schon sehr erstaunlich.

Dienstag, 19. Januar 2016

Hämmerlust

Beim Reißverschlussreparatur-Tutorial überkam mich sehr schnell Hybris. Das könne ich doch auch so.
Dann haute ich mit einem Hammer drauf.
Überhaupt ist so ein Hammer ein sehr verlockendes Werkzeug: „Diese Leuchte am Smartphone leuchtet immer! Ich werde da jetzt draufhauen.“
(Schriebe ich für das Untotenmagazin GEE, begründete ich meine Hämmerlust mit einem Donkey Kong-Schwank.)

Montag, 18. Januar 2016


[Geräusch von Röstzwiebeln, die ausgeschüttet und untergemischt werden.]

Samstag, 16. Januar 2016

Dein Vater macht im Regionalexpress immer in der 1. Klasse eine Verschnaufpause, um ungestört BiFi essen zu können.
Jemand zog gerade voller Ekel die Wurst aus seiner XXL-BiFi-Rolle heraus, stieg in den Teigmantel wie in einen Schlafsack und schlief ein.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Gleich rausgehen. Vorher geschlechtsneutrales Eau de Toilette mit feiner Essignote auftragen.

Sonntag, 10. Januar 2016

Abstehende Haare.
Aufback-Ciabatta.
Sand in den Augen.
Eine Erdnuss vom Boden aufheben.
La Isla Bonita hören.

Freitag, 8. Januar 2016

△u┏ı-P 
Sprecher: „Wo früher Kinder spielten, spielen heute Kinder.“



2:40

Bett nicht bezogen
2 Uhr 40
Wo soll ich schlafen
Aufrecht vorm Rechner
In Digitalwogen

Oh.
Pierre.

Sonntag, 3. Januar 2016

Nachtzug nach Heilbronn

Im Nachtzug. Ankunft in Heilbronn gegen 6 Uhr. Kurze Blicke in die beklemmend engen Schlafabteile. Froh, sowas nicht reserviert zu haben.

Der Zugführer versucht witzig zu sein. Die ganze feierliche Nachtreisestimmung: sofort im Eimer.

Möchte die Mitreisenden mit ihrer Nummer ansprechen.

Vi, da sitzt ja gar niemand. Ich sehe das anders.
Werde bald wegen einer bei meinem Einstieg nicht ausgeschilderten Reservierung aus dem Abteil geworfen. Minimale Verzweiflung. Dann Gepäckabteil. Aber ich muss doch schlafen. Ich kann es mir nicht leisten, die Nacht zu durchwachen.

Lande doch wieder in einem Abteil.
Allein mit einem alten Mann, der nach Kaugummi riecht: Nummer 73.
Augen brennen vom Menthol.
Fühle mich wohl.

Passagier 73. Sei nicht zu beunruhigt. Du müsst genau hinsehen. 
73 erläutert mir seine Methoden, ein Sechserabteil rappelvoll aussehen zu lassen, obwohl er alleine drinsitzt. Hatte ich sofort durchschaut.
Es war mir eine Lust zu fragen: „Ist hier noch etwas frei?“, durch die Abwehr-Mentholnebelwand zu brechen. 73, ich werde dich erziehen.
Im Gang laufen zwei große Hunde vorbei:
„73, wenn Sie weiter Abteile an sich reißen, werden die irgendwann reinkommen. Beide. Zur Strafe.“

Setzte mich gegen 73 durch, einen Menschen vom Gang aufzunehmen. Dieser Mensch kommt aus Mannheim. Ich taufe ihn liebevoll 74.

Wenn man bei Schwärze vorm Fenster nicht mehr weiß, ob der Zug sich überhaupt bewegt, dazu Netzlosigkeit: Habe alle Referenzpunkte verloren.

74 spielt ein ASCII-Roguelike auf dem Laptop. Die Luft wird schlechter, Fenster geht nicht auf. Bald Permadeath.
Bereue mein Leben nicht.

Angsterfüllt durch vollkommene Finsternis wandernd, ohne Orientierung, aber massig Reverenzpunkte einsammelnd.

Samstag, 2. Januar 2016

H_____g

29. Dezember
Hab die letzten Tage fast durchgehend einen Erkälteschlaf geschlafen. Im Arbeitszimmer meines Stiefvaters, im Zug, in dieser fremden Wohnung

Von Hamburg kenne ich bis jetzt nur eine Straße mit vielen Schönheitskliniken und ein paar Hafengeräusche. Vielleicht bin ich morgen gesund.
(Erste Regel in von reichen Menschen geborgten Riesenwohnungen: NIEMALS gegen irgendwas lehnen, es könnte anfangen, einem dienen zu wollen.)

30. Dezember
Nach der Erkältung:
„Jetzt irgendwas draußen tun!“
Dann der Blick in den Spiegel.
Danach vierstündiges Nasenpeeling.
Anschließend ins Bett.

Vielleicht wird Hamburg ja die Stadt werden, in der ich Menschen endlich bewusst Mützen tragen sehe. Oder es wird der totale Mützenfriedhof.

31. Dezember
Silvester in der Kirchgemeinde. Gegen Mitternacht kriegt jeder ein Löffelchen Umckaloabo. Alle sind sofort betrunken.

1. Dezember
Der erste Fernsehturm, den ich ernst nehmen kann:



[Ich baue elektrisiert eine Verbindung auf. Leitmedium: Nebel.]

Ich konnte Hamburg nicht kommen sehen.



















 
 
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