Samstag, 30. August 2014

Heute hat die ARD Sky du Mont als Timelord in der deutschen Adaption von Doctor Who bestätigt: "Da die Deutschen keine Notrufzellen kennen, wird unser Doktor Hü auf einem Zeitreisepferd namens Max reisen und unterwegs vielen in Not geratenen Tieren helfen."


Freitag, 29. August 2014

Schnell, schnell, Spiele! #1

Griff mir eine relativ beliebige Auswahl meiner Spielekäufe der letzten Monate heraus, mit dem Vorsatz, zu jedem Titel ein paar Worte zu verlieren.

Deus Ex: Human Revolution
 

Ekelte mich schon während des Intros an. Schaffte es nicht darüber hinaus. Ich würde gerne schreiben: "Hollywood für Menschen mit Behinderung", aber das ist nicht cool, deswegen stattdessen: "Für Menschen mit Beh- Behi-- Bewunderung für Hollywood."
Könnte noch was über die Hauptfigur sagen, möchte das aber eigentli ni- DAS BÄRTCHEN! Was für ein widerliches, kleines Bärtlein.
MEGA!
Adam, deine Geheimratseckchen, deine Verwendung billigster Haarpflegeprodukte, was soll das? Wasch dich mal!


The Stanley Parable


Hatte eine Demo, die jeden Schritt der Figur kommentierte und einige schamvolle Hihi-Momente erzeugte, in denen ich mir schön ertappt vorkam, auf so eine ganz basale Art und Weise, wie, wenn man mit dem Finger Zuckerreste vom Kaffeetassenboden abkratzt und dabei erwischt wird.
Das Hauptspiel blieb mir vor allem durch die Eigenheiten der Source Engine in Erinnerung, die Spielen so einen interessanten Glanz verpasst, als würde man einen Brutalismusbau mit einem dünnen Lack anstreichen. Ja, ich mag die Source Engine sehr gerne.
Die Offensichtlichkeit des Branchings fand ich dann weniger spannend, auch nicht die willkürlichen Veränderungen nach mehreren Durchgängen. Auf der einen Seite ein zu durchschaubares System, auf der anderen Seite ein intransparentes.


Paper Sorcerer


Das Spiel, das scheinbar jeder nach zwei Stunden weglegt. Hat Loopfehler in der Battlemusik. Der Wizardry-Ansatz, nicht sichtbare Dinge im Dungeon textlich zu beschreiben ist mächtig und begeistert mich.
Das rundenbasierte Kampfsystem wirkt jedoch wie von jemandem konstruiert, der noch nie einen Dungeon Crawler gespielt hat. Ich rede nicht von asigen Komfortfunktionen. Eigentlich interessiert mich das Grenzland zwischen Flow und Nichtflow ja sehr, hier neigt sich der Kopf aber sehr zu letzterem und dann auf die Tastatur. Schrecklich lange Kämpfe. Danach die Aussicht auf einen weiteren, schrecklich langen Kampf. Nicht okay. Dann doch lieber The Dark Spire. Oder Bane of the Cosmic Forge.


Consortium


Basiert auch auf der Source Engine, läuft auf meinem Computer aber gar nicht gut. Alle paar Wochen versuche ich einen weiteren Anlauf, weil ich unbedingt wissen will, was es denn nun mit diesen Crew-Interaktionen auf sich hat, die so anders und vielfältig sein sollen. Komme dabei aber nie weit, ich weiß nicht warum. Die Texte sind auch rechts abgeschnitten. Ich mag Texte total, deswegen ist es nicht okay, sie abgehackt und ungepatcht zu lassen. Über Monate.
Was mich auch nicht gerade motiviert, das quälende Intro durchzustehen ist, dass die Grafiker von Consortium kein besonderes Stilgefühl zu haben scheinen und meinen, Raumschiffe dürften niemals von einem Template abweichen, das sich wahrscheinlich ein Star Trek-Setdesigner in den 60ern mal aus schierer Materialnot bei einem Baumarktbesuch ausgedacht hat: niedrige Decken, furzende Türen, komische Konsolen mit Knöpfen. Finde allerdings die Idee, das Raumschiff von außen wie ein dickes, süßes Flugzeug aussehen zu lassen, ganz cool.

Dick und süß: Mein Stiefbruder hatte so ein Flugzeug, es war eines seiner ersten "Westspielzeuge"
und ich setzte mich ausversehen drauf.

E.Y.E.: Divine Cybermancy


Eigentlich ein ziemlich guter Titel. Ist auf so eine positiv-studentische Art und Weise wagemutig, mit korksigen Vokabeln, technomystischem Anstrich. Wie eine Reise in die Gedankenwelt eines Bald-Uniabbrechers, der  proppevoll mit Wissen, das nicht zu seinem Studium gehört, viel davon echt dummer Scheiß, aber nicht alles, bald zum Jupiter fliegen wird. So raketenrucksackmäßig, weißte? Prrrschhhhhhh, ich brauche keinen Abschluss, pprsschhhfhch, mein Wissen wird zu Treibstoff, wuiiii, tschüssi, Pforzheim, ich fliege ins All.
Das eigentliche Spiel ist ein Egoshooter mit einem Hackingansatz, der die zu hackenden Objekte endlich mal nicht als Opfer behandelt - per Hack angegriffene Türen schlagen zurück und kämpfen! Das ist echt nobel und entspricht so gar nicht dem Shooter-Paradigma, laut dem sich die ganze Spielwelt dem Spieler unterzuordnen hat.
Was mir aber nicht so gefällt ist, wie sehr die Drähte des Spiels freiliegen. Wird eine Map geladen, so findet ein sichtbarer "Verbindungsprozess" statt, als wäre man in einer Art Multiplayer-Partie, das ist zwar nur eine Formalität, weil natürlich im Endeffekt ein Ladebildschirm ein Ladebildschirm ist, aber ich finde bei Shootern, wo Welten aneinandergehängt und abgekoppelt werden wie Güterwagons, bricht die Illusion einer "ganzen" Welt sehr schnell. Eben besonders in E.Y.E.: Divine Cybermancy.

Adeligkeit und Steam.

Neulich lernte ich auf Steam den König des Kruden kennen. Er nennt sich (°o°) und ist bis heute der einzige Besitzer des Titels 4x4 Dream Race:

Ja, dort steht "nur" der Peakwert.
Liebe Statistiker, lasst meine Übertreibung leben.

4x4 Dream Race
ist wirklicht ungut, da gibt es nichts zu beschönigen, was mich aber mehr interessiert als dieses Autorennspiel ist die Fragilität der Adeligkeit. Allein durch meinen Eintrag hier könnte und, dank der unmenschlichen Gesetze des Internets WIRD, ein matschiger Scherzkeks 4x4 Dream Race kaufen. (°o°) fürchtet diesen Tag. Wird das Internet sich anständig verhalten können? Ich werde berichten.

Donnerstag, 28. August 2014

"Enter Backwards Bob®, the very first Monster Jam truck that’s always going the wrong way."


Ich habe 30 Freunde (und zwei Hunde) in meinem Leben, alle leben sie in der Schachtel des Monstertruck-Quartetts "Monster Jam": Avenger. Backdraft. Black Stallion. King Crunch. Madusa. Maximum Destruction. Mohawk Warrior. Bounty Hunter. Brutus. Grinder. Bulldozer. Monster Mutt. Monster Mutts Hund, ein Dalmatiner. Monster Mutts zweiter Hund, diesmal ein Rottweiler. Prowler. Captain's Curse. Dragon's Breath. El Toro Loco. Die drei Grave Digger-Brüder. Stone Crusher. Pouncer. The Felon. War Wizard. Jurassic Attack. Gunslinger. Lucas Oil Crusader. Spike Unleashed. Und natürlich mein bester Freund Backwards Bob, der Truck, der immer in die falsche Richtung fährt.

Mittwoch, 27. August 2014

Aus dem Ruder

Mein Kopf wird nachts vermietet an geschlossene Gesellschaften. Familienfeiern. Betriebsfeste. Viele Menschen unterhalten sich dort, während ich schlafe, darüber liegt kein Schleier. Meine Nächte sind exakt wie meine Tage - ich liege in der Ladestation und was hineinfließt, wird gleich wieder verbraucht.
Ab 6.00 Uhr werde ich dann müde, möchte niemanden mehr sehen, ganz wie auf einer normalen Party. Ich gehe dann, was hier bedeutet: ich fliehe aus dem Bett, um meine Ruhe zu haben. Und bin natürlich nicht aufgeladen.
Ja, ich war bei einem Arzt - er gab mir ein mobiles, umzuschnallendes Schlaflabor mit, gleich am selben Tag noch, ich habe Glück sagte er, das Gerät sei oft monatelang vergeben.
Ein Computerklotz als Herzstück, davon abgehend Schläuche und Sensoren, um 23.00 Uhr, etwas zu spät, wickele ich mich darin ein.
Am nächsten Morgen kriegt die Praxis die Apparatur zurück.
Zwei Wochen später ist der Auswertungstermin. Der Arzt deutet auf den Bildschirm, an dieser Stelle im Graphen könne man eine deutliche Anomalie feststellen, Atemaussetzer.
Man müsse das ernst nehmen, schließlich würde in diesen Momenten kein Sauerstoff transportiert. Jedoch, um 4.00 Uhr Morgens sei mir der Herzschlagsensor, der am Finger festgeklemmt wird, abgefallen, dort wär nur noch eine Nulllinie angekommen - dadurch seien die Ergebnisse unbrauchbar. Aber. Die Anomalie. Aussetzer. Ich verstehe nicht. Ist das nicht eindeutig?
Nein, ich solle in drei Monaten wiederkommen und mir das Gerät noch einmal abholen.

Möglicherweise habe ich mir gerade versucht, auf dem Arbeitgebermännerklo meine Haare mit fit-Handspülmittel zu waschen.
Die Kaffeemaschine war noch an von gestern, röstete einen Kümmerschluck Kaffee. Möglicherweise habe ich ihn getrunken.
Mein T-Shirt ist voller Katzenhaare.
Ich möchte ein Italo Disco-Album aufnehmen.
Habe jemanden kontaktiert, der mir dabei helfen könnte.
Ich suche die Verbindung zu anderen Menschen.
Wieso kommt mein Geld nicht? Ich möchte zum Friseur.
Ich möchte Ausflüge machen. Ich will nachts ordentlich schlafen.

Dienstag, 26. August 2014

Tablettenurlaub

Urlaub ist ein Witz, ein mentaler Bimetallschalter, der sich mit Annäherung an den meist wärmeren Zielort verbiegt und den gewünschten Zustand auslöst: nicht zu Hause sein. Andere leben hier am Wunderkurort und hegen eine halbwegs ausgepegelte Abscheu, wie es eben gesunde Menschen tun. Man selbst findet alles toll, die Luft, die Parkbänke, Pflanzen und Tiere. Es ist nicht gerechtfertigt. Das einzige, was hier von dort unterscheidet, sind ein paar zurückgelegte Kilometer.
Gäbe es eine Tablette, die das Urlaubszentrum des Gehirns erwärmte und so auch am banalsten Ort Welt die sonst teuer erkaufte Bewunderung für die Fremde auslöste, ich würde sie schlucken. Jeden Tag.

Maskulinität im Discounter.

Ich stehe am Schokoladenregal, zucke kurz zusammen, als zwei Männer mich streifen. Sie sind auf mehreren Ebenen gleichzeitig anwesend: mit ungedämpften Stimmen, festem Tritt und einer bemerkenswerten Geschwindigkeit. Mich stört das nicht, ich bemerke es nur.
Später an der Kasse. Die Frauen dort sind bei mir stets ruhig. Sie kennen mich, denn ich kaufe seit mehreren Jahren regelmäßig dort ein. Das Scan- und Bezahlprozedere verläuft immer gleichmäßig. Ich erzeuge eine Sinuskurve.
Nach mir kommen die Männer vom Schokoladenregal. Nun passiert etwas, das ich mir nicht völlig erklären kann: Die Kassiererinnen schnellen hoch und werden schäkerig, fragen die Männer dies und jenes, jedenfalls verhalten sie sich vollkommen anders als bei mir. Gut möglich, dass man sich hier in der Kleinstadt einfach kennt. Ebenfalls jedoch könnte es auch sein, dass die teilweise sehr spezielle Kundschaft mit eben jenem, oben beschriebenen, durchaus einschüchternden Auftreten (das die Form einer Sägezahnwelle mit irregulären Ausschlägen hat) ein lang antrainiertes Verhalten auslöst - sei verspielt, gibt dich mädchenhaft, dann werden sie dir nichts tun. Lache um dein Leben.
Ich möchte beim Einkaufen nicht flirten. Räume ich mit meinem Auftreten eine einminütige Pause vor Bedrohungen ein? Vielleicht bin aber auch ich einfach verstockt und man nimmt tatsächlich auf mich Rücksicht.
An dieser Stelle muss ich dringend klären, dass ich kein Problem mit sogenanntem männlichem, eventuell ungeschlachtem, Auftreten habe, obwohl ich es oft als bedrohlich empfinde. Aber mir ist auch klar, dass von dieser Bedrohung viel nur gefühlt und nicht belegbar ist.
Ich habe in meiner anhaltenden Auseinandersetzung mit Männlichkeit kein Interesse an Abgrenzung, suche nicht meinem gar schon vor dem ersten Verhandlungstag umzäunten, finalen "Platz". Mein Interesse an kokettem Ekel ist gering. Ich pflege eine dauerhafte Ergebnisoffenheit, das bedeutet, Korrekturen zuzulassen, von der eigenen Erwartung abzuweichen und das bis ans Lebensende.

Montag, 25. August 2014

Zwischenstand II

Manchmal ist es etwas schwierig, für mehrere Plattformen gleichzeitig zu schreiben und deutlich zu machen, auf welcher man welchen Zweck verfolgt. Meinen zuletzt etwas brachliegenden Tumblr-Account werde ich in Zukunft für englische Texte verwenden, über deren sprachliche Sauberkeit sich bestimmt diskutieren lässt, aber ich werde mich davon nicht hemmen lassen. Die größere Verständlichkeit für nichtdeutschsprachige Menschen ist einfach zu reizvoll.
Dennoch wird parallel dieser Blog hier weitergeführt - schließlich geht nichts über ungehemmtes Schreiben in der eigenen Muttersprache.
Wer keine Lust hat, meinen Twitter-Account zu verfolgen, wird hier im Fauchbauch nach wie vor alle paar Wochen die besseren Tweets leicht aufgearbeitet wiederfinden. Auch darüber kann man streiten, aber wozu eigentlich?
Wozu ich diese Aufteilung vornehme beschrieb ich ja bereits vor ein paar Tagen.

Donnerstag, 21. August 2014

Route Sixty Nix

Hier verpufften in einer Wolke aus AXE-Deo die Freunde Maik, Michi und Mirko.
Sie waren voller Hoffnung und so Zeug. 

Donnerstag, 14. August 2014

Fishes aren’t much fun, but neither are you - Episode 3



In Episode 3 hat Bernie endlich sein wahres Ich freilegen können!

Mittwoch, 13. August 2014

Zwischenstand

Es wurmt mich, dass ich zuletzt in meinem englischsprachigen Animal Crossing-Blog persönlicher und ungehemmter schrieb als hier - zugegeben mit dem klaren Bewusstsein, dass mein Englisch zwar funktional, aber nicht sauber genug für eine "echte" Öffentlichkeit ist. Dennoch erfuhr ich in dieser geschützten Nische innerhalb von 6 Monaten mehr Zuspruch als in den letzten Jahren hier zusammen.
Vielleicht, weil ich endlich mal etwas tat, das Menschen gebrauchen können, das nicht ausschließlich selbstreferenziell ist - das nicht vorwiegend mich selbst zum Thema hat.
Nun. Ich werde weiterhin hier schreiben, aber das "internationale" Blut, von dem ich kosten konnte, krieg ich nun nicht mehr ganz aus meinem Kreislauf heraus, was zum Beispiel bedeuten wird, dass ich, nach 10 Jahren deutschsprachiger Songtexte, nun versuchen werde, ein englisches Album aufzunehmen.
Ehrlich gesagt tut mir das ziemlich weh, es fühlt sich nicht sonderlich gut an, aber ich kann nicht mehr mit 3 1/2 Schulterklopfern pro Jahr leben. Ich brauche mindestens 5. Habe allerdings das Glück, nicht auf die Bestätigung einer unbestimmten Menschenmenge angewiesen zu sein, 5 Menschen, deren Meinung mir viel bedeutet, reichen vollkommen aus. Oft wird in Medienkreisen die Bestätigung durch Freunde belächelt, sie seien voreingenommen, zu zaghaft, einem schwerwiegende Fehler vorzuwerfen. Ich habe Glück, denn ich habe Freunde, deren Urteil scharf und oft schmerzhaft ist - dadurch aber verlässlich. Ich vertraue meinen Freunden mehr als irgendwem.

Freitag, 8. August 2014

Fishes aren’t much fun, but neither are you - Episode 2



Episode 2, in der Bernie von den Schwierigkeiten der Jobsuche berichtet.

Donnerstag, 7. August 2014

Mülltonnentag

Nachmittag
Frau an der Mülltonne: "Tschau, Affenbrotbaum." - "Ist er krank?" - "Nö. Ich war im Mutterschaftsurlaub. Jetzt ist er gewachsen und hässlich. Und fällt immer um, wenn ich das Fenster öffnen möchte."

Früher Abend
Ich trage den Biomüll nach draußen, der Plastikbehälter ist ganz warm. Ich spüre die Artischockenherzen schlagen. Früher glaubte ich mal, gegen Mülltonnen-Ekel resistent zu sein, überlegte, falls alles schief ginge, bei einem Messiewohnungs-Räumkommando zu arbeiten.
Nun denke ich, die Büchse der Pandora wurde erdacht, als ein Grieche den Haus-Biomüll öffnete und zehn Millionen Fliegen in seinen Mund flogen.
Es war entsetzlich, den Deckel zu heben, drunter alles feucht, ein wirres Insektenvolk erhebt sich in Sekundenbruchteilen aus dem Schlamm - letztes Jahr war es nicht so, ist vielleicht in den Früchten mehr Zucker enthalten?

Mittwoch, 6. August 2014

Fishes aren’t much fun, but neither are you - Episode 1



Episode 1, in der der biomechanische Stint Bernie auf der Suche nach neuen Freunden ist.
 
 
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