Dienstag, 11. Januar 2011

Unser Bett hat mehrere Fenster. Wir schauen raus, suchen nach Monstern und entdecken immer wieder neue. Ein echter Studentenjob, etwas sinnlos, aber einer muss ihn machen. Dürfen nur nicht auf die Toilette zwischendurch. Anweisung von hoch droben. Der Boss ist aufs Dach rodeln gegangen. Das Zeitfenster dafür ist eigentlich schon fast geschlossen, naja. Jetzt rumpelt es. Vielleicht kommt er gleich zur Tür rein, in einem Schneeanzug. Den muss jemand zum Trocknen aufhängen dann.
Am Wochenende tragen die Monster keine Maulkörbe und schreien sich aus. Dann haben wir noch viel weniger Zeit, Gedichte zu lernen. Für die Aufführung, die zwei Wochen geht und fünf Akte hat, ziemlich klassisch. Samstags und Sonntags sitzen wir am Fenster und machen Notizen, für die es Spielgeld gibt. Das kann man auch futtern. Aber in der Nacht auf Montag verbrennt es immer heimlich.
 
 
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