Mittwoch, 9. Dezember 2009

Brann Lelie steht vorm Spiegel. Er hat sich bei der Portionierung des Haarwachses vergriffen. Die Frisur wird rot unterstrichen, unerwartet, wie Rechtschreibprüfung in einem fremden Internetbrowser. Lelie muss sich für passende Schutzkleidung entscheiden. Der Mantel hält zuverlässig warm, drunter passt aber nur ein T-Shirt, in dem er dann am Arbeitsplatz frieren wird. Die Lösung ist, nicht sofort dorthin zu gehen.
An der Bahnhaltestelle findet B. in seiner Tasche ein Stück schwedisches Knäckebrot von gestern und spürt dem Mantelfutter nach, welches an den nackten Armen ein klein wenig klebt. Wie die Böden in den Häusern der Menschen, die Lelie zu seinen Freunden erklärt hat, obwohl er sie dafür bezahlt, mit ihm zu reden. In der Wohnung von F. läuft Zigarettenelektro. F sagt: "Das ist nicht meine Wohnung, es ist mein Geschäft! Ob mir irgendwas auffällt an Brann? Er stößt mit seinem Knie bei jedem Besuch vier mal gegen meinen Wellblech-Tresen, vor Aufregung!"

Sein Arbeits-Einsprungpunkt ist nicht mehr weit weg, jetzt muss er sich verabschieden vom Radio, der gelben Lampe und auch der pinken Röhre.
Last Christmas ist doch ein ziemlich gelungener Weihnachtssong, dessen dezente klangliche Gedämpftheit  das Gefühl vermittelt, in einem Raum zu stehen, in dem vier Fenster sind und vor jedem schneit es.
 
 
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