Sonntag, 22. Februar 2009

Man schenkte mir ein Mikroskop mit dickem Kopf, das über die Umwelt gehalten wird wie ein Preisscanner über die Ware. Es wird an den Fernseher angeschlossen, ist also kabelgebunden. Nougatchips habe ich noch nicht untersucht.
Ich sitze mit dem Svater in einem Raum, er sagt, ich müsse die Musik nicht ausmachen, wenn er reinkäm. Also probier ich jetzt aus, wie sich die runden 10 Minuten von "Station to Station" auf ihn auswirken.

Bei einer neulichen Geschenksuche fand ich die Kassette "Schlager von gestern - Alleinunterhalter Erwin Kraus". Über Kraus gibt es im Internet keine einzige Zeile zu lesen.

Station to Station habe ich nach 8 Minuten ausgeblendet, als meine eigene Anspannung und vermutete Belastung der Fremdperson groß wurden. Ich lasse jetzt ein bisschen Pause und suche das nächste Lied heraus. Meine Untersuchungen sind oft so unwissenschaftlich wie die Geräte, mit denen ich sie durchführe. Aha aha, eine Spex-DVD



in 200-facher Vergrößerung, zackige Muster auf dem Fernsehschirm, Wolkengucken für Verseuchte. Es erfreut unverhältnismäßig. Noch andere Kästchen sind verkabelt mit dem Mutterkasten.
Ein Atari 2600 etwa, die von ihm ausgegeben Bilder sind unberührter Neuschnee, nicht gerundete Punkte. 

Wenn ich eines Tages meine Klasse verlassen werde, dann wird nur der eine Satz bleiben:
"Ich bin eine Blume, man muss mich gießen. Ohne Wasser geht's mir schlecht."
 
 
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