Mittwoch, 5. November 2008

Die kostenlose Sonntagszeitung als Navigationsinstrument der Familien. Alle Ausflugsziele sind markiert. Die aktiven Orte leuchten rot, da, wo "grau is", wackeln keine Kasper. Ist nix los.

Party im alten Werk
Oder im altn Schlachthof
Oder im alten Turm
Mit den fünf Freunden
Bzw nur dem Hund
Wenn man keine Freunde hat.

Das rote Kreuz macht Flohmarkt. Die Kiste vom Dachboden geholt, die Kiste dahingestellt, die Kiste nicht aussortiert: Die Verkäufer haben wie überall die Hoffnung, jemand würde etwas kaufen, dass sie selbst nicht ausstehen können. "Ist das ein Wecker?"
Der Tisch ist nicht breit, der Verkäufer mir nah. Er nimmt das Gerät und sucht eine Steckdose. Stöpselt ein und demonstriert die Funktionen, er möchte nicht wissen, ob ich den Wecker, es ist einer, haben will. Er sagt nach der Vorführung gar nichts und drängt nicht. Trödelmarkt-Vorbild.
Woanders gibt es einen Kasten mit Kinderkassetten. Viele Labels zeigen nach unten.
Man wird alt und hässlich. Läuft immer durch die Gegend, guckt was an und fragt sich:
"Die erste TKKG-Kassette. Ist die was wert." Ist das was wert. Haben die was übersehen. Der liebe Wertprüfer des lausigen Kleinverkäufers: Amazon Marketplace.



"Wir würden uns freuen, Sie bald wieder begrüßen zu dürfen"
Wie wär es mit morgen früh? Und übermorgen vielleicht auch?
Für hauptsächlich von Pendlern genutzte Züge könnte man eigene Endstations-Ansagen aufnehmen.
"Danke, dass sie zur Überfüllung des Zuges nicht beigetragen haben. Sie sind zwar mitgefahren, aber der Zug ist nicht voll. Danke. Es ist -DIENSTAG-. Heute gibt es -FÜNF- neue Zeitschriften am Kiosk."
 
 
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