Freitag, 25. März 2011

24. Geburtstag (John Maus in Frankfurt)

- Alle Leute im Zimmer stoßen sich an dem einen Stuhl, der drin rumsteht

- Die Angst vorm Umkippen von Stockbetten

- Verpixelte Zähne

- Tauben am Fluss

- Im Zeitschriften-Haltenetz steckt ein raketenförmiger Kuli namens "K1 Schneider". Sir, sie haben ihren Massenvernichtungsstift vergessen!

- Ob es Leute gibt, die Bäume eklig finden?

- Wenn aus einem Sexshop die Kelly Family tönt, weiß ich auch nicht mehr weiter

Donnerstag, 24. März 2011

The Strokes - Angles

Zum vierten Album laden The Strokes ein auf eine Tropeninsel, die sie sich extra haben aufschütten lassen. Sie ist etwas klischiert geraten, es gibt einen gelben Strand mit Palmen und einen großen Vulkan.
Der Tag beginnt frisch und aufgedreht mit Machu Picchu, Sänger Julian Casablancas quietscht vor Freude und wälzt sich im Sand, wird doch der schäumende Stil seines vor zwei Jahren erschienenen Soloalbums fortgeführt.
Er singt davon, wie er unsere Geduld auf die Probe stellen wird. Nicht ganz ohne Grund, denn besonders Wertschätzer des sogenannten ehrlichen Rocks werden mit Angles Schwierigkeiten haben, so dicht liegen Ausgelassenes (die E-Drums von Two kinds of happiness beschwören regelrecht einen schwer amüsierten Schlagzeuger) und Ernstes (das wehmütige Call me back) beieinander. Eines jedoch haben alle Stücke gemein: Sie markieren das Ende der erstickenden klanglichen Dichte früherer Alben der Band - die Strokes spielen jetzt an der frischen Luft, unter pinkfarbenem Himmel.
Mitunter erinnert das an die Musik, die Iggy Pop nach den ersten beiden erfolgreichen Soloalben aufnahm, Karibik-Wave mit absichtlich billig glänzender Insel-Deko. Beinah scheint der Großvater des Garagenrocks anwesend zu sein, irgendwo im Schatten zu dösen und leise mitzusingen. Der Besuch geht zu Ende und es wird klar, dass nicht alles rosig ist auf Rockstar Island, Metabolism lässt die Welt in Flammen untergehen und Life is simple in the moonlight vertont das anschließende Ertrinken. Ob in Wasser oder eigener Langeweile sei dahingestellt, denn gelegentlich entsteht der Eindruck, mancher Song sei als lustloser Witz gestartet, auf halbem Weg habe sich dann aber doch Begeisterung eingeschlichen. Leichtes Ennui war schon immer die Signatur der Band, aber Schwerelosigkeit und Leichtigkeit stehen ihr unendlich besser.

Sonntag, 20. März 2011

Auf meinem Laptop habe ich einen leeren Ordner
"99 [Pollini] Stravinsky Prokofiev Webern Boulez [DG 447 431-2] Maurizio Pollini", jedesmal, wenn ich ihn lösche, ist er nach dem nächsten Neustart wieder da. Zombieordner, gekommen, um mich für immer zu verfolgen!

Montag, 7. März 2011

Arbeite an mehreren Stücken gleichzeitig, lade sie aus mir herunter wie große Dateien. Tage vergehen mit F5, Ikea-Besuchen, tiefgekühlten oder tief gefühlten Mahlzeiten, die keine Festpunkte auf der Uhr sind: so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Denn Abendessen um 18 Uhr war noch nie lustig.